வெப்ப அலை: உங்கள் மூளைக்கு நேரும் மறைமுக ஆபத்து
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Hitzewelle: Die indirekte Gefahr für Ihr Gehirn
Diese Woche hat London geglüht. Allein gestern verzeichnete das Vereinigte Königreich mit 36,1°C die bislang höchste Temperatur in einem Juni. Aber meine Wetter-App auf dem Handy zeigte an – es fühlte sich eher wie 39°C an.
So eine Hitze im Juni ist beängstigend. Laut Met Office liegt die durchschnittliche Juni-Tageshöchsttemperatur in England im Zeitraum 1991–2020 bei gerade einmal 19°C. Doch diese Hitze trifft nicht nur den Körper. Sie greift auch unseren Geist an – unser Gehirn, unser Denken.
1. Nicht klar denken können – geht es Ihnen auch so?
Ich kann es aus eigener Erfahrung sagen: Ich kann einfach nicht klar denken. Die Hitze zerstreut die Aufmerksamkeit. Der Kopf fühlt sich vernebelt an. Wenn ich nur daran denke, wie es Menschen geht, die in noch heißeren Ländern im Freien arbeiten müssen, wird mir ganz anders.
Die Kognitionspsychologin Katherine Thomson von der Liverpool Hope University sagt: Es ist äußerst schwierig, direkt zu untersuchen, wie Hitzewellen unser Denken beeinflussen.
Deshalb untersuchte sie Feuerwehrleute. Ihre kognitive Leistungsfähigkeit wurde vor und nach einer 15-minütigen Übung in einem brennenden Gebäude getestet.
Das Ergebnis: Unmittelbar nach der Hitzeeinwirkung war es schwer, die Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten. Erst nach 20 Minuten Abkühlung kehrte der Normalzustand zurück. Und das nach nur 15 Minuten Hitze. Was ist dann erst die Wirkung einer Hitzewelle, die mehrere Tage anhält? Das weiß selbst Thomson nicht. „Man müsste Tausenden von Menschen schon vor der Hitzewelle kognitive Tests schicken. Das ist so schwierig, dass es niemand macht“, sagt sie.
2. Hitze = Reizbarkeit + Gewalt: Was Studien sagen
Viele Studien bestätigen, dass Menschen mit steigenden Temperaturen gereizter und gewalttätiger reagieren. Doch meist handelt es sich um Korrelationsstudien. Einen direkten Kausalzusammenhang nachzuweisen, ist schwierig.
3. Das größte Risiko für Menschen mit psychischen Erkrankungen
Eine Oxford-Studie aus dem Jahr 2023 liefert eine schockierende Erkenntnis: Während einer Hitzewelle steigt die Rate der Krankenhauseinweisungen bei Menschen mit psychischen Problemen um 9,7%.
„Menschen, die mit psychischen Problemen leben, sind besonders anfällig für die körperlichen Auswirkungen von Hitze“, sagt die Forscherin Emma Lawrence.
Beispiel: Während der Hitzewelle 2021 in Kanada war die Sterbewahrscheinlichkeit von Menschen mit Schizophrenie dreimal so hoch.
Joshua Wortzel von Hartford HealthCare sagt: „Je stärker die Hitze, desto schlimmer werden die psychischen Auswirkungen.“
4. Was macht Hitze im Gehirn? „Die Millionen-Dollar-Frage“
Was genau macht außergewöhnliche Hitze direkt im Gehirn?
Tierstudien geben einige Hinweise:
1. Veränderung von Neurotransmittern: Bei Ratten stieg unter großer Hitze der Serotoninspiegel.
2. Störung von Hirnnetzwerken: Hitze könnte die Kommunikation zwischen Gehirnzellen beeinträchtigen.
3. Sauerstoffmangel: Die Sauerstoffversorgung des Gehirns könnte beeinträchtigt sein.
„Es gibt viele biologische Gründe, warum Hitze das Gehirn negativ beeinflussen kann“, sagt Wortzel.
Doch bei Hitze verändern sich auch viele andere Dinge – Schlafmangel, weniger Bewegung, das Eingeschlossensein zu Hause. Auch das kann die psychische Gesundheit beeinträchtigen.
5. Kinder und Jugendliche – höheres Risiko
Neue Studien sind alarmierend:
Suizidrate: In den USA steigt bei einer Erhöhung der durchschnittlichen Monatstemperatur um 1°C die Suizidrate bei 15- bis 24-Jährigen um 2,97%. Das ist doppelt so viel wie bei Menschen über 24 Jahren.
Gehirnentwicklung: Kinder, die extremer Hitze oder Kälte ausgesetzt sind, zeigen im Alter von 9–12 Jahren Veränderungen in der weißen Substanz des Gehirns.
„Wenn sehr kleine Kinder extremen Temperaturen ausgesetzt sind, kann das ihre Gehirnentwicklung beeinträchtigen“, sagt Lawrence.
6. Zukunft: 7-mal mehr Hitzewellen
Prognosen zufolge werden Kinder, die 2020 geboren wurden, im Vergleich zu ihren Großeltern siebenmal mehr Hitzewellen erleben.
„Wir müssen sehr ernsthaft daran arbeiten, uns an eine wärmer werdende Welt anzupassen“, sagt Lawrence.
Ihre Veranstaltung im Rahmen der Climate Action Week sollte in London stattfinden. Doch eine Veranstaltung über extreme Hitze wurde wegen extremer Hitze abgesagt.
Was sollten wir tun?
1. Kühl bleiben: Klimaanlage, Ventilator, Schatten – senken Sie die Körpertemperatur
2. Hydrierung: Trinken Sie viel Wasser
3. Besonderer Fokus auf Menschen mit psychischen Erkrankungen: Während Hitzewellen ist zusätzliche Beobachtung nötig
4. Schutz für Kinder: Vermeiden Sie das Spielen im Freien
5. Schlaf: Halten Sie das Zimmer nachts kühl
Hitze ist nicht mehr nur „unangenehm“. Sie ist eine Krise der öffentlichen Gesundheit – insbesondere für Gehirn und Psyche.
Quellen:
- Liverpool Hope University: Studie von Dr. Katherine Thomson
- University of Oxford: Studie 2023 zu Hitzewellen und psychischer Gesundheit
- UK Met Office: Junitemperaturdaten 1991–2020
- Hartford HealthCare: Dr. Joshua Wortzel
- Climate Action Week Veranstaltung, London
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